Trachtentanzgruppe Baar: Folklore-Festival in Zermatt, 9. + 10. August 2014

Die Anreise zum ersten Treffpunkt, Samstag um 8.15 Uhr am Andermatter Bahnhof erfolgte individuell mit dem Auto oder mit der Bahn. Die Trychlen, der Leiterwagen und alles Gepäck wurde in den Zug verladen und die Reise nach Zermatt konnte beginnen. Mit Weisswein und feinem Speckzopf wurden wir beim Apéro verwöhnt. In Andermatt regnete es noch, ab Gluringen lachte uns schon die Sonne zum ersten Mal zu. Bei einem Schwatz oder Jass und einem Blick zum Fenster raus wurde die Reise kurzweiliger. In Visp stiegen noch die letzten drei „Madels“ unserer Gruppe zu, somit waren wir jetzt komplett. Um 12.15 Uhr stiegen wir in Zermatt bei regenfreiem Wetter aus und bezogen unsere Zimmer. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Einige wanderten zum Edelweiss, andere fuhren auf den Gornergrat oder zum Schwarzsee. Andere nützten die Zeit zum Lädele. Leider zeigte sich der älteste Zermatter, „das HORU“, nie in seiner ganzen Pracht.
Im Rest. Alpen-rose trafen wir uns um 19.30 Uhr zum gemeinsamen Nachtessen. Beim nächtlichen Spaziergang durften wir einem faszinierenden Mondaufgang zwischen den Bergen zusehen. Da im Schwyzerstübli leider keine Musik mehr aufspielte, wurde die Bayernparty in der T-Bar anvisiert. Bei Bier und anderen Spezialtrunks wurde das Tanzbein bis nach Mitternacht geschwungen.

Der Folkloreumzug mit  2000 Mitwirkenden und 53 Nummern startete am Sonntag um 13.30 Uhr bei strahlendem Wetter. Was vor über 40 Jahren im kleinen Rahmen begonnen hatte, ist mittler-weile zum grossen kulturellen Sommerevent in Zermatt gewachsen. Die Umzugsroute führte durch die Strassen von Zermatt und an den wunderschönen, mit Blumen geschmückten Häusern vorbei. Die Zuschauer aus aller Welt sind immer voller Begeisterung. Als Nummer 17 waren wir an der Reihe, zuerst unsere Fahnendelegation, dann unsere Trychler, gefolgt von den Kirschverteilerinnen mit unserem geschmückten Leiterwagen. Viele Zuschauer säumten die Umzugsroute und wir wurden auch mit viel Applaus begrüsst und unser „Ganärli“ wurde gerühmt. Nach dem Umzug konnten wir beim offeriertem Zabig den tänzerischen und musikalischen Darbietungen auf dem riesigen Festgelände zusehen.
Um 16.30 Uhr war schon wieder Treffpunkt beim Bahnhof Zermatt für die Heimreise. Noch schnell ein Gläschen Johannisberger oder eine Stange Bier, bevor die lange Zugfahrt begann. Super! wir durften in den Extrazug bis Andermatt einsteigen:„Ach wie schön, nicht mehr umsteigen.“ Wir wurden noch mit „belegten Broten“ und Weisswein verwöhnt und das Moorenköpfli folgte als Dessert dazu. Die Trachtentanzmusik vom Sattel spielte im Zug auf. Sie verkürzte mit ihren lüpfigen Stückli unsere lange Fahrt. Nach gut 3½ Stunden in Andermatt angekommen, war letztes Umladen angesagt. Wir stiegen in unsere Autos und machten uns auf die letzte Etappe unseres Heimwegs.

ALLEN Spendern von Trank und Esswaren und dem Organisatorenteam nochmals ein ganz herzliches DANKESCHOEN.

Zermatt, wir kommen sicher wieder!!

 

Andrea Imbach