Trachtentanzgruppe Baar: Winderwanderung, 7. Februar 2010

Am Sonntag, 7. 02. 2010  ist die Winterwanderung angesagt und das bei jedem Wetter. Es ist bewölkt  und es schneit und regnet ein wenig. Die Besammlung finde um 10.15 Uhr in Sihlbrugg statt bei der Reithalle an der Strasse entlang Richtung  Neuheim.  Pünktlich wie gewohnt   sind  alle 22 Personen hier versammelt. Die Meisten sind Mitglieder der Tanzgruppe, auch Beni und Madlen Rogenmoser von den Gmüetlichi Lüüt sind mit dabei. Nun   geht es los. An der Spitze Maria und Ernst Langenegger, die Organisatoren.

Wir wandern an der rechten Seite der Sihl  entlang  bis zur Hängebrücke, die über die Sihl zum Grundstück führt.  Das gehört der Stadt Zürich  und wird  vom bekannten Pfarrer Sieber betreut,  der für die Obdachlosen ein grosses Herz hat. Ernst hatte noch eine kleine Information. Da  nützten  die Herrmanns die Zeit  aus und überraschen uns mit einem kleinen Aperitif. Lisbeth mit Eierlikör und Bruno mit Kümmel Schnaps, alles eigene Produktion. Herzlichen Dank! Nach kurzer Zeit geht es wieder weiter am linken Sihlufer ca. 30 Minuten bis zur alten Holzbrücke, die über die Sihl wieder ins schöne Zugerland führt. Die Holzbrücke stand von 1850 bis 1960 an der Babenwaag  Sihlbrugg,  dann wurde sie hierher versetzt. Früher war hier ein  Zoll. Man musste also Zoll bezahlen, wenn man von Zug in den Kanton Zürich wollte. Anschliessend  ging es  weiter am rechten Sihluferweg Richtung  Sihlmattli. Wer kennt das nicht - dieses Fisch Restaurant? Soweit kamen wir aber  nicht, dafür sind wir im historischen  Naturtunnel  ca.  200  Meter lang im Dunkel gelaufen, wo einige von uns fast Panik bekommen haben. Unterwegs konnten wir die Natur bewundern,  nämlich ein  Eiszapfenspetackel.  Das sieht man nicht jeden Tag. Wunderschön( siehe Fotos in der Fotogalerie)!

Beim Sihlsprung  marschieren wir dann über die Brücke und es geht  wieder links am Ufer entlang (das ist wieder Zürcher Boden) bis die Abzweigung kam ca. 40 Min zum Hirzel. Es geht ein steiler Weg hinauf.  Kurz darauf machen wir den ersten Halt im historischen Restaurant Spreuermühle, dass aus dem Jahr 1623 stammt. Es wurde gemahlen bis ins Jahr 1911.  Zu gleich  diente die Mühle noch als Heerberge. Heute ist es eine Wirtschaft und wird seit Jahren von der Familie Hitz bewirtet. Endlich sind wir  hier. Durst und Hunger machen sich bemerkbar. Kaum den Durst gestillt, kam schon eine bodenständige Gerstensuppe, ach war das gut und besonders in so eine warme  Bauernstube. Jetzt haben wir noch ein Problem entdeckt. Urs Bachmann fehlte. Er pilgerte ganz alleine in eine andere Gegend. Er hatte sich den Weg verfehlt und musste dafür 30 Minuten länger laufen bis er uns erreichte.

Die Suppe hat allen sehr gut geschmeckt. Obwohl noch einige  Hunger hatten,  geht es wieder weiter runter nach der Sihl bis zum nächsten Restaurant    Besenbeitz. Nach ca. 30 Minuten  sind wir beim Sihlmattli angekommen   (wieder Zürcher Boden). Hier war wieder Tischlein deck dich, alles wieder bereit zum Essen. Einfach aber sehr gut,  kurz und bündig einfaches Menü wie man sagt  "Schnipo" aber bodenständig. Gut gestärkt nach einer Stunde ging es wieder weiter ins Zugerland am Sihluferweg endlang  ca. 30 Minuten bis zum Autoparkplatz.. Dort angekommen verabschieden wir uns und kehren glücklich und müde wieder heim. Zusammen sind wir ca. drei Stunden marschiert, bei fast 20 Zentimeter Schnee. Es ist eine sehr schöne Wanderung gewesen.

Euch  Maria und Ernst herzlichen Dank fürs Organisieren und  ein grosses Dankeschön für den riesigen  Beitrag ans Essen und Getränke.

Es ist so ein schöner Tag gewesen bei so vielen Witzne und faulen Sprüchen von Ernst.


 Reiseberichterstatter  der einsame Pilger  

Urs Bachmann