Trachtentanzgruppe Baar: Folklore-Festival Zermatt, 7. - 8. August 2010

Zermatt in Sicht ...  so heisst  sicher nicht nur eines der bekanntesten Ländlemusikstückes von Turi Brügger, sondern für uns war dies wieder einmal mehr Programm. Mit  Trycheln, Leiterwagen und den dazugehörigen Umzugsutensilien beladen, starteten wir um 07.00 Uhr mit den Privatautos von verschiedenen Richtungen, um uns in Andermatt zur gemeinsamen Weiterfahrt mit dem Zug zu besammeln. Unsere 2-tägige „ Auslandreise“ führte uns wieder einmal mehr  nach Zermatt, wo wir der Einladung gerne folgten, um am 08. August 2010  am 42. Folklore Festival teilzunehmen.


 Wie es sich für eine Reise gehört, war auch der obligate Kaffee- und Gipfeli-Halt in Andermatt eingeplant, bevor wir pünktlich um 08.37 Uhr mit der Matterhorn-Zermatt Bahn losfuhren. Nach dem Umsteigen in Brig genossen wir die tolle Aussicht im schönen Panoramawagen Richtung Zermatt und schon bald war das Ziel erreicht, wo wir unser Material wie gewohnt im Gepäckedepot einstellen durften. Als erstes war natürlich der Zimmerbezug angesagt, doch kurz darauf traf man sich schon wieder irgendwo in einer gemütlichen Gartenwirtschaft, um den weiteren Tagesablauf zu planen. Der strahlend blaue Himmel zeigte  das Matterhorn wirklich von seiner besten Seite, genau so wie man das von der Werbung her kennt, nur das es diesmal echt war und keine Fotomontage. So nutzten viele die Gelegenheit und liessen sich  mit der Gondelbahn auf  das 3800 m hohe Klein Matterhorn fahren, um dort das einmalige Bergpanorama  in vollen Zügen zu geniessen. Wir entschlossen uns, nur auf die halbe Höhe bis zum Fruttli  zu lösen  und die Talfahrt auf Zermatt hinunter mit dem „ Trotti-Bike „ unter die Räder zu nehmen, was auch für alle den Plausch war. Unser Präsident Erwin Gabriel hatte für 18.00 Uhr wie letztes Jahr im Rest. Alpenrose für das gemeinsame Nachtessen reserviert und anschliessend waren noch  einige kurze Darbietungen  auf verschiedenen Plätzen in Zermatt geplant. Einige waren zwar fast nicht mehr zum Tanzen zu motivieren, angeblich weil sie immer noch von der dünnen Luft auf dem Klein Matterhorn ausser Puste waren, aber ob das der wirkliche Grund war, lassen wir hier mal im Raume stehen. Auch wenn es langsam kühl wurde und die Strassen nicht mehr so belebt waren, versammelten sich bei jedem Auftritt sofort wieder viel Zuschauer, welche unsere Darbietungen mit Applaus verdankten.


 Am Sonntagmorgen war zunächst noch ungewiss, was für Wetter dieser Tag bringen wird, doch beim Umzugsbeginn war es bereits wieder heiss und strahlend blauer Himmel. Das war sicher auch der Grund, dass es trotz der langen Umzugsroute auf beiden Seiten enorm viele Zuschauer hatte, welche die Trychlen beklatschten und dem beliebten „Canärli“ entgegenstreckten.  Wieder einmal mehr war es uns gelungenen, viel Freude und gute Stimmung zu verbreiten, was uns auch mit einem offerierten Zabig verdankt wurde. Doch schon bald herrschte wieder Aufbruchstimmung, es galt noch einige letzte Blicke zum Matterhorn zu werfen, bevor wir mit unserem exklusiven Panoramazug Richtung Andermatt losfuhren. Pünktlich und vollgepackt mit guten Erinnerungen wurde in Andermatt wieder in die PW’s umgeladen, wo es für die meisten auf direktem Wege nach Hause ging.


 Seppi Hess