Trachtentanzgruppe Baar: Auftritt und Umzug Waldshuter Chilbi, 14. – 15. August 2015

Die Baarer Tanzgruppe ging wieder einmal auf Reise. Ziel war Waldshut in Deutschland. Die Besammlung konnte in Cham beim Präsidenten Daniel Rüttimann auf dem Enikerhof stattfinden, weil dort genügend Parkplätze für die Autos vorhanden sind. Pünktlich um 11.30 Uhr fuhr der Car von Bissig Carreisen von Jbach vor. Da es ein Sammeltransport war, sitzt bereits der Tambourenverein Schwyz im Car. Die Tanzgruppe gesellte sich dazu und los ging die Fahrt. Wie mir erzählt wurde, es sei lustig gewesen. Witze oberhalb und unterhalb der Gürtellinie machten die Runde. Auch der Brauch „Canärlä“ wurde im Car weitergeführt. Zum Erstaunen war, dass die Tambouren dieses Zuckergetränk nicht kannten.

Um 13.15 Uhr parkierte der Car in Waldshut und alle suchten das Hotel oder das Massenlager auf. Um 15.00 Uhr besammelte sich die Gruppe wieder zur allgemeinen Info. Eine Stadtführung ist angesagt. Wer noch nie in Waldshut gewesen ist, sollte diese Stadt einmal besuchen. Es ist eine Augenweide, vor allem die Altstadt.

Bereits war wieder ein neuer Termin aktuell. Auftritt in der Kaiserstrasse, mitten in der Altstadt. Mit genügend Platzpotenzial trat die Tanzgruppe vor vielen Besuchern und viel Beifall auf. Offiziell war nun der Samstag frei für alle. Man konnte ins Festzelt gehen, den sehr grossen Lunapark ansehen und benützen, Spaziergänge in der Stadt machen oder etwas Kulinarisches geniessen.

Alle Teilnehmer, die das Massenlager gewählt haben, können auch etwas erzählen. Bei 120 Personen in einer Turnhalle hat es verschiedene Schläfer! Urs Hausheer legte sich auch irgendwann in den Schlafsack. Eine junge, hübsche Trachtentänzerin kam unmittelbar nachher um zu schlafen. Urs dachte, jetzt sehe ich sie nackt. Er schloss die Augen halbwegs, öffnete sie wieder, schloss sie wieder, doch sie war sehr schnell mit Pyjama anziehen, somit sah er eben nichts!

Am Sonntagmorgen auf harter Unterlage liegend ist eine Dusche sehr wohltuend. Nach all den Erlebnissen gab es ein einfaches, aber gutes Morgenessen mit Kaffee, Tee, Zopf, Butter und Russenzopf.

Bereits war der nächste Termin angesagt. Die Tanzgruppe trat im Caritas Altersheim auf. Obwohl sehr knappe Platzverhältnisse vorhanden waren, wurden Teile aus dem ganzen Programm getanzt und gespielt. Als Dank für die Darbietungen gab es Wein, Mineral und kleine „Häppli“. Wer die Gesichter der Heimbewohner beobachten konnte, stellte fest, diese Abwechslung brachte ein Lächeln und Dankbarkeit hervor. Ein spontaner Händedruck einer Heimbewohnerin, mit den Worten begleitet: „Das war eine ganz schöne Sache. Leider kann ich nicht mehr tanzen und sehr hübsch aussehend die Burschen.“ Eine andere Bewohnerin fragte mich beim Abschiednehmen: „Aber Ihr kommt sicher wieder einmal zu uns auf Besuch.“ Dies zeigt uns, wie der Auftritt geschätzt wurde.

Der nächste Termin für alle war Mittagessen im Festzelt. Doch das Zelt war voll besetzt mit Vereinen und Besuchern. Da viele verschiedene Essensstände vor dem Zelt vorhanden waren, konnte auch dieses Problem gelöst werden.

Der nächste Programmpunt hiess: Bereitstellen für den Umzug. Hinzu gesellte sich eine 6er-Delegation vom Zuger Kantonalverband. Punkt 14.30 Uhr ging es los. Mit der Nummer 27 liefen wir durch die Altstadt Richtung Festzelt. Es war ein Umzug der Superlative. Die Kaiserstrasse ist so breit, dass ein sogenannter Conter gemacht werden konnte. Somit konnten auch die Umzugsteilnehmer viele „Nummern“ sehen. Mit 7 Jochtreichlern, 1 Burditräger, diversen Werkzeugen von früher ging es los. Die Trachtenfrauen verteilten Alpkäsestückli, der von Raphael Uhr hergestellt worden ist. Auch war nie ein „Örgelieffekt“ festzustellen. Sehr viel Beifall der Besucher war der Lohn. Ein grosses Lob ist für die Jochtreichler und dem Burditräger sicher. Es war für sie ein Kraftakt! Als der Umzug beendet war, wurden alle Utensilien wieder im Bus verladen, noch schnell etwas trinken. Nochmals einen Auftritt im Festzelt, das wieder pumpenvoll besetzt war. Wir vom Materialtransport machten uns auf die Heimreise, alles muss wieder versorgt werden.

Um ca. 19.00 Uhr fuhr der Car in Cham ein. Somit ist die Waldshuter Chilbi Geschichte. Einen grossen Dank ist dem OK und auch Seppi Hess für sein unermüdliches Örgelispielen sicher.

Fazit: Es war schön gewesen!

Charli Hurschler