Gmüetlichi Lüüt: Jeep-Ausflug, 25. Juli 2020

Wer den Jeep liebt der schiebt.

Nach einem Jahr Pause (wetterbedingt), standen am Samstag 25. Juli zu unserem obligaten Jeep-Ausflug sechs Fahrzeuge vor Vital’s Garage bereit.

Wie von den Organisatoren, Martin und Peter gewünscht, stiegen wir um 13.00 Uhr auf die Jeeps. Die Motoren wurden gestartet und unsere Reise ins Blaue konnte beginnen. Respektive, bei Peter wollte der Motor trotz grosser Bemühungen einfach nicht anspringen. Am Jeep wurde gerüttelt, geschoben, flattiert, alles ohne jeglichen Erfolg. Schlussendlich holte Martin bei Vital Rat und er machte sich unverzüglich auf den Weg zu uns „gestrandeten“. In der Zwischenzeit wurde Peter’s Jeep mit vereinten Kräften vor Vitals Garage gestossen.

Die Fachpersonen entschlossen, den Anlasser auszubauen, was Vital natürlich unterstützte. Anschiessend gelang es Peter, seinen Jeep zu starten, in dem er angeschoben wurde und so machten wir uns auf die Reise ins Blaue -. Bei jedem Halt parkierte Peter seinen Jeep so, dass er ihn anrollen konnte. Ja, - bei älteren Fahrzeugen ist das noch möglich, ohne Anlasser zu fahren.

Mit viel Gesprächsstoff, etwas verspätet, führte unsere Tour durch Steinhausen, Hagedorn, über die Reuss, nach Sins, bis Oberrüti. Von dort alles auf kleinen fast leeren Strassen nach Sempach zum Restaurant Schlacht. In diesem Restaurant standen die Tische bereit und wir genossen unsern ersten Halt. Hier durften wir uns auf Martins Kosten bewirten lassen, denn genau an diesem  Tag feierte er seinen Geburtstag und selbstverständlich sangen wir aus vollem Herzen ein Ständchen. 

Gestärkt wurden wir weiter chauffiert über Eich, Sursee, Knutwil, Buchs LU in Richtung Staffelbach. Was zeigen uns wohl Martin und Peter? Nach Moosleerau, in Kirchleerau bog der Jeep - Konvoi links auf eine Kiesstrasse ab. Nun dämmerte es einigen, denn auf dem Nackhof wohnen Priska und Willy. Sie erwarteten uns sehnlichst. Schon über ein Jahr mussten Priska, Willy, Martin und Peter den Besuch geheim halten, dies weil es ja letztes Jahr um diese Zeit regnete. Voller Stolz zeigten uns Priska und Willy den Hof mit allem Drum und Dran. So leben hier Pferde, Schafe, Hühner, Ziegen, Enten und Schildkröte, um nur weniges zu erwähnen. Dazu betreibt Priska einen biologischen Hof. Unter dem einladenden Vordach standen, nach der Führung durch den Hof, Tische und Bänke zur Bewirtung bereit. Wir wurden sehr verwöhnt mit Trinksamen und feinen Torten. Uns ging es fast so wie dem König in Frankeich, dies weil wir so fürstlich bedient wurden. 

Schon bald wurde es Zeit um sich zu verabschieden, um weiter zu fahren. Bei weiterhin schönen, warmen, sonnigen Wetter fuhren wir durchs das Ruedertal, nach Beromünster, Römerswil hinunter an den Baldeggersee und zum Nachtessen in Abtwil. 

Im Gasthaus „zum Weissen Kreuz“ standen die gedeckten Tische für uns bereit. Innert kurzer Zeit erhielten wir die vorbestellten Menus einladenden angerichteten Teller. Auf das Feinste wurden wir bedient und verwöhnt. Noch einmal erlebten wir einen Genuss bei diesem Abendessen. 

Unsere Chauffeure starteten noch einmal die Jeeps und fuhren uns sicher und perfekt über Sins, Cham nach Baar. Hier endete unsere gemütliche, erlebnisreiche und wunderschöne Jeep-Fahrt 2020.

Ernst D. Trachsel